Auf dem Moleta de s'Esclop

Reisebericht GR221 – Etappe 3 – über den Moleta de s’Esclop nach Estellencs

Zwar war es am nächsten morgen in der Schlucht noch recht kalt und dunkel, man konnte an den Bergkämmen aber schon erkennen, dass es ein sonniger Tag werden würde.

Das Zelt wurde zusammengepackt und wir haben nebenbei den obligatorischen Morgenkaffee gekocht. Zudem hatten wir noch einige Zeit damit zu tun, die Reste der Tomatensuppe vom Vortag aus dem Topf zu bekommen. Merke, dass macht man besser direkt 😉

Direkt hinter unserem Übernachtungsplatz ging es dann sehr steil den Bergkamm hinauf. Die enge Schlucht hatten wir so schnell hinter uns und wir konnten endlich einmal die Sonne genießen.

Ausblick Mallorca

Der Weg Richtung Gipfel war traumhaft schön. Einen richtigen Weg gibt es zwar nicht, die Orientierung geht aber recht leicht von der Hand. Vereinzelte Steinmännchen helfen dabei, die Richtung beizubehalten. Das Finden der Steinmännchen fällt in diesem Meer aus Geröll und Fels allerdings nicht immer leicht.

Blick auf den Moleta de s'Esclop

Der Aufstieg stellt sich allerdings auch als recht lang heraus. Immer wieder dachten wir, hinter der nächsten Kuppe kommt der Gipfel. Von diesen Momenten gab es allerdings sehr viele und es ging immer weiter hinauf, mit einem irren Blick über die Küste.

Kurz vor dem letzten Gipfelanstieg, der eine leichte Kletter- bzw. Kraxelstelle beinhaltet, machten wir noch eine kurze Rast. Nach dieser leichten Kletterstelle hatten wir es dann geschafft, der erste Gipfel unserer Mallorca Wanderung war erklommen.

Auf dem Moleta de s'Esclop

Der Ausblick war toll, allerdings war es auch extrem windig. Nach ein paar Fotos machten wir uns direkt an den Abstieg Richtung Estellencs.

Richtung Estellencs

Hierbei hätten wir uns auf jeden Fall auf die Wegbeschreibung unserer Karte verlassen sollen, die wir dazu aber erst einmal hätten lesen müssen 😉 Wir sind also, in Erwartung dass es genau gegenüber der Aufstiegsstelle auch wieder nach unten geht, falsch abgestiegen. Das resultierte dann leider in ein paar recht heiklen Kraxeleinlagen, die ich mir an dieser Stelle gerne erspart hätte.

Wenn man das Felsmassiv erst einmal hinter sich gelassen hat, beginnt ein sehr einfacher, aber auch sehr langwieriger Abstieg, bis man gefühlte 10 Stunden später Estellencs erreicht.

Zwischendurch passiert man noch ein im Bau befindliches Refugi, auf dessen Terrasse wir eine ausgiebige Mittagspause gemacht haben. Einfach mal in der Sonne zu liegen, ohne Rucksack auf dem Rücken, war ein Traum 😉

In Estellencs angekommen mussten wir zunächst feststellen, dass der einzig geöffnete Laden gerade eine Mittagspause macht. Wir hatten also ca. 2 Stunden Zeit, bevor wir unsere Vorräte wieder auffüllen konnten. Was gibt es da besseres, als eine sonnige Terrasse mit Meerblick, leckere Pizza und eine Menge Cola 😉

Pizza Essen in Estellencs

Um 16:00 Uhr öffnete dann auch der kleine Dorfladen wieder und wir kauften, wieder einmal viel zu viel, Käse, Wasser, Brot und Obst ein.

Kurz hinter Estellencs beginnt dann auch eine Ausweichroute des GR221, da der Original Weg nach Banyalbufar derzeit durch einen Finca-Besitzer gesperrt ist.

Die Alternativroute schlängelt sich in vielen Serpentinen einen Fahrweg hinauf bis zum Landgut Planicia. Etwa eine halbe Stunde später haben wir dann auf dem Weg unser Zelt aufgeschlagen. Leider war die Nacht wieder extrem windig und wir kamen kaum zum schlafen.

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